ÖSTERREICHISCHER KYNOLOGENVERBAND

Rally Obedience

Ende der 90er-Jahre, eigentlich mehr aus der Not heraus von Charles „Bud“ Kramer entwickelt, erfreut sich Rally-Obedience in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Von den USA und Canada aus schwappte das Rally-Obedience-Fieber langsam nach Europa über, wo es von England aus die skandinavischen Länder und schließlich auch den deutschsprachigen Raum eroberte.
In Österreich, wo es seit 1.1.2016 eine eigene Prüfungsordnung gibt, steigt die Anzahl der begeisterten Anhänger.
 

Aber was ist Rally-Obedience nun eigentlich?

Man stelle sich einen Agilityparcours vor, nehme aber statt den Hindernissen Schilder, auf denen Symbole abgebildet sind, die beschreiben, was zu tun ist. Diese Aufgaben können zum Beispiel Wendungen um 90°, 180°, 270° oder sogar 360°, Anhalten und um den Hund herumgehen, Platz/Sitz-Wechsel, Vorsitz-Übungen, aus der Bewegung einen Schritt zur Seite gehen, Slalom um Kegel herum gehen, den Hund über eine Hürde schicken, während der Mensch daneben vorbeigeht, Bleib-Übungen, Apport oder Positionen aus der Bewegung und vieles mehr sein. Der Parcours ist dabei in Fußarbeit zu absolvieren, wobei hier ein kleiner Spielraum im Vergleich zur klassischen Unterordnung toleriert wird.

Insgesamt stehen mehr als 50 verschiedene Schilder zur Verfügung, die – angelehnt an das Agility-Reglement – bei Rally-Obedience-Prüfungen und -Turnieren von den Leistungsrichterinnen und Leistungsrichtern in jeweils unterschiedlicher Anordnung aufgebaut werden. Ziel ist es nun, dass die Mensch-Hund-Teams den Parcours, der aus durchschnittlich 20 Stationen besteht, möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen können. Jedes Team startet mit einer bestimmten Punktezahl und bekommt für Fehler und nicht erlaubte Korrekturen Punkteabzüge.

 

Spaß & Kommunikation stehen im Vordergrund

In der klassischen Unterordnung wird viel Wert daraufgelegt, dass während der Ausführung der Übungen nicht mit dem Hund gesprochen wird, keine doppelten Hör- oder Sichtzeichen und keine Hilfen mit der Körpersprache gegeben werden. Bei Rally-Obedience hingegen darf man mit dem Hund jederzeit kommunizieren, ihn motivieren und beliebig viele Hör- und Sichtzeichen geben, vorausgesetzt der Hund führt auch das erwünschte Verhalten aus. Je nach Reglement darf man an bestimmten Stationen in den unteren Klassen sogar Futterbelohnungen geben. Was verboten ist und mit Punkteabzug oder sogar Disqualifikation bestraft wird, sind heftige Korrekturen mit der Leine, Hand oder auch der Stimme!

 

Für wen ist Rally-Obedience geeignet?

Das Schöne an Rally-Obedience ist, dass dieser Hundesport für praktisch alle Hunde, unabhängig von deren Alter, Größe, Leistungsstand, etc. und alle Menschen geeignet ist. Der Spaß an der gemeinsamen Beschäftigung und Zusammenarbeit sowie das freudige Erarbeiten der Grundkommandos, die die Schilder symbolisieren, stehen im Vordergrund.
Im Gegensatz zur üblichen Begleithundeprüfung, bei der immer das gleiche Schema verlangt wird, warten bei Rally-Obedience dank der immer wechselnden Parcours immer neue Überraschungen und Herausforderungen auf die Teams. So wird das Training nie langweilig!

Aber auch für Turnierhundesportler bringt Rally-Obedience so eine angenehme Abwechslung mit sich.

 

Um mit dem Rally-Obedience-Training zu beginnen, braucht man nicht viel an Zubehör. Am besten, Sie erkundigen sich noch heute auf der ÖKV-Homepage oder, noch besser, bei Ihrem ÖKV-Ausbildungsverein. Dann noch das übliche Zubehör wie Leine, Halsband, Futter und Spielzeug dazu und natürlich das Wichtigste, unseren vierbeinigen Partner – und schon kann es losgehen.
 

Let´s RallyO!

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23.09.2019

Ringtraining

Unkostenbeitrag: € 10,--


28.09.2019 - 29.09.2019

Doppel CACIB Tulln


15.11.2019

2. Obmännerkonferenz




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